Otterbach siegt hauchdünn vor Noller

Am Samstag versammelten sich die schnellsten Fahrer Süddeutschlands in Deckenpfronn zur 38. ADAC Rallye Calw. Kai und Tim Otterbach aus Obersontheim siegen mit nur 0,4 Sekunden Vorsprung vor Rainer Noller, der die Rallye schon mehrfach gewinnen konnte.

Es ist das Duell Alt gegen Jung. Rainer Noller mit Beifahrerin Tanja Schlicht sind seit über 16 Jahren im Rallyesport unterwegs. Die Brüder Kai und Tim Otterbach – Söhne von Klaus Otterbach, der seinerseits die Rallye dreimal auf Opel Kadett C und Ford Escort Cosworth gewinnen konnte – dagegen erst seit ein paar Jahren. Es gilt drei Wertungsprüfungen, die jeweils doppelt befahren werden, zu absolvieren.

Von Beginn an setzen sich Noller im Mitsubishi Evo 8 und Otterbach im BMW M3 vom Feld ab. Noller entscheidet die erste Wertungsprüfung mit 0,3 Sekunden Vorsprung für sich, Otterbach kontert auf der nächsten Wertungsprüfung prompt und fährt auf der 6,4 Kilometer langen Strecke 3,9 Sekunden schneller.

Die neue Wertungsprüfung „Lerchenberg“ geht wiederum an den Mitsubishi. An einer uneinsichtigen 90 Grad Kurve verbremst sich Otterbach, der die Situation jedoch gekonnt mit einer Handbremswende rettet. Dennoch: sein Vorsprung schmilzt zur Halbzeit auf weniger als eine Sekunde.

Die nächsten beiden Wertungsprüfungen entscheiden die Youngster im BMW mit jeweils 0,8 Sekunden für sich. Die Entscheidung fällt somit auf der letzten Wertungsprüfung. Noller als Vorjahressieger mit der Startnummer 1 legt eine Bombenzeit auf den Asphalt. Doch auch die Brüder Otterbach steigern sich ohne den Verbremser um ein paar Sekunden, es reicht jedoch nicht zum Sieg der Wertungsprüfung, denn Noller war trotzdem zwei Sekunden schneller. Es begann das rechnen, wer nun gewonnen hat. Letztendlich sind die Otterbachs nach 33 Kilometer auf Bestzeit im Gesamtklassement 0,4 Sekunden schneller als Noller und gewinnen somit die 38. ADAC Gerhard-Mitter-Gedächtnisrallye Calw.

Dass die beiden Teams an diesem Tag in einer eigenen Liga fuhren beweist der Blick aufs Endergebnis. Der Drittplatzierte Michael Bäder, ebenfalls im BMW M3 unterwegs, hat bereits 55,6 Sekunden Rückstand auf den Gesamtsieger.